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Geschichte


Entstehung

 

Zur Zeit als sich der gewaltige, im Mittelland liegende Aare-/Rhonegletscher bis in die Gegend des Wachthubels herandrängte, hatte Schangnau einen eigenen Gletscher, den Emmegletscher. Er begann hinter dem Hohgant und reichte bis auf die Terrasse von Siehen. Moränenreste und Findlinge sind noch heute Zeugen davon. Durch den Gletscher wurde die in der Würmeiszeit gebildete Schlucht, das Räbloch, mit Moränenschutt verstopft und es entstand ein Bergsee. Mit der Zeit wurde der Schutt weggeschwemmt und der See lief aus. Sichtbare Zeugen des ehemaligen Sees sind Sandbänke. Die Emme ergiesst sich aus dem Quellgebiet beim Augstmatthorn durch die Schlucht Bocken in das Schangnau, schlängelt sich durch das ganze Tal, und verlässt dieses wieder durch eine Schlucht, das bereits obenerwähnte Räbloch.

 

Geschichte der Gemeinde

Am Fusse des Hohgantes, der Krone des Emmentals liegt ein sehr schönes Alpental - das Schangnau.

 

Mit den Worten eines Chronisten:

"Wenn man auf den Höhen, von denen Schangnau umgeben ist, steht, so stellt sich dem überraschten Blick ein schönes Alpengelände dar". Unwillkürlich fällt auf die Lippen "schöner Gau" oder "Schöngow". Dieser Name wird auch in einem Urbar von 1470 erwähnt. Noch vor dem Jahr 1500 findet man in Urkunden den Namen Schangauw. Lange gingen diese Benennungen durcheinander, bis im 17. Jahrhundert die Schreibart Tschangnau die Oberhand erhielt (Gerichtssatzung von 1761 vom Gericht Tschangnau). Am Anfang des 19. Jahrhunderts ist der Name in Schangnau übergegangen.

 

Bevölkerung

Aufgrund einer Studie über Völkerwanderungen stellte ein Professor fest, dass noch heute in Schangnau Nachkommen der Kelten festgestellt werden können.

Die Kelten waren ein Stamm der Helvetier, welche im Jahre 50 vor Christus von den Römern geschlagen wurden und sich in die Bergtäler zurückzogen. Namen keltischen Ursprungs sind: Emme (keltisch Ambis: starke Strömung, Bergbach), Hohgant, Gant (Felstrümmer).

 

Das politische Schangnau

Politisch gehörte Schangnau zusammen mit Marbach und Trub den Freiherren von Wohlhusen. Später kamen Herren von Berner Seite in den Besitz des Alpentales. Längere Zeit herrschte ein grosser Streit über die Zugehörigkeit von Schangnau, bei welchem sogar die eidgenössischen Tagsatzungen einbezogen wurden. Im Jahr 1470 wurde die Grenze von den zwei grossen Schultheissen von Hinwil von Luzern und Adrian von Bubenberg von Bern gemeinsam begangen und endgültig bereinigt (völlige Richtung vom 12. März 1470, Staatsarchiv Bern). Schon 1397 hatte Schangnau ein eigenes Gericht (Gemeinde) und gehörte dem Burkhardt von Sumiswald. Im Jahr 1389 erwarb Jost zum Walde (Berner Patrizier) das Gericht Tschangnau für 180 Gulden. Die Erben von Jost zum Walde verkauften um das Jahr 1420 Schangnau für 150 Gulden an die Stadt Bern. Es blieb als einzige Gemeinde bei Bern, gehörte bis 1790 zur Landvogtei Trachselwald und ab 1803 zum Amt Signau.



Wappen



In Rot ein erniedrigter silberner Wellenbalken, überdeckt von einer ausgerissenen grünen Tanne mit goldenem Stamm und überhöht von drei goldenen Sternen.

 

Der Wellenbalken symbolisiert den Talfluss, die Emme. Die Tanne erinnert an den Waldreichtum und an die Zugehörigkeit zur alten Landschaft Emmental. Die Sterne stehen für die Drittel der Gemeinde: Wald, Tal, Bumbach.




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